“Nachhaltige Lösung” freut alle Seiten

27 10 2010

Morgenweb am 27. Oktober 2010

“Nachhaltige Lösung” freut alle Seiten
Wallstadt: Reaktionen auf Kompromiss bei Hortbetreuung

Die CDU-Fraktion unterstützt die Pläne, durch die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft (GBG) einen Erweiterungsanbau an der Wallstadt-Schule für die zentrale Unterbringung der Hortkinder errichten zu lassen. Die Stadt würde das Gebäude über einen langfristig angelegten Mietvertrag anmieten. “Dieses Modell war unsere Idee”, meint Stadtrat Nikolas Löbel und ist froh: “Das Kinderhaus ist gerettet. Das war unser primäres Ziel.” Ohne das Engagement der Eltern und den politischen Druck, den auch die CDU ausgeübt habe, wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.

“Hervorragend”, freut sich auch die Wallstadter SPD-Vorsitzende und Bezirksbeiratssprecherin Dr. Claudia Schöning-Kalender. “Wir haben eine zukunftsorientierte Lösung gefunden”. Diese sei im Hinblick auf eine zukünftige Ganztagsschule in Wallstadt auch nachhaltig. Der Vorschlag, auf dem Schulgelände einen Hortanbau zu realisieren, kam ursprünglich von SPD-Bezirksbeirat Thorsten Schurse. Schöning-Kalender betont: “Wir waren uns im Bezirksbeirat alle einig, dass eine komplette Umwidmung des Kinderhauses so nicht sein kann.”

Stadträtin Marion Thirion-Brenneisen (Grüne) lobt den bürgernahen Prozess der stadtteilorientierten Hortplanung und kündigt an: “Wir werden diesen Kompromiss mittragen, auch wenn er die Stadt natürlich sehr viel teurer kommt.” Leider verfüge die Stadt nicht über die nötigen Investitionsmittel, um den Neubau selber schultern zu können. “Die GBG kann aber nicht immer alles auffangen”, warnt sie. Der Gemeinderat müsse sich überlegen, ausreichend Mittel im nächsten Haushalt einzuplanen, “damit es zukünftig bessere Lösungen gibt.”

Die Elternbeiratsvorsitzende des Kinderhauses, Sabine Krömker, wertet den gefunden Kompromiss als “sehr positiv” und stellt fest: “Es war tatsächlich möglich, konstruktiv und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.” Seit 20. Oktober hat sich ein neuer Elternbeirat am Kinderhaus Wallstadt formiert. Neue Sprecherin ist Daniela von Sengbusch. Insofern freut sich Sabine Krömker, “dass der ‘alte Elternbeirat’ seine Amtszeit so erfolgreich abschließen konnte.”

Mannheimer Morgen
27. Oktober 2010





Gelungene Beteiligung

27 10 2010

Morgenweb am 22. Oktober 2010

Gelungene Beteiligung
Dirk Jansch lobt den erfolgreichen Dialog mit den Bürgern

Stärkung der bürgerschaftlichen Mitwirkung, das hört sich in der Konzeption des von Oberbürgermeister Peter Kurz angestoßenen Change²-Prozesses gut an. Doch leider scheitert der hehre Anspruch immer wieder an der Realität, weil die Verwaltung lieber erst mal eigene Vorlagen erarbeitet, bevor sie den Dialog mit den Beteiligten sucht. Der öffentliche Ärger ist programmiert. So war das auch in Wallstadt. Hier sollte ein bewährtes Kinderhaus-Konzept dem steigenden Bedarf an Hortplätzen geopfert werden. Die Eltern hielten mit eigenen Vorstellungen und kompetenten Argumenten dagegen und haben letztendlich – im Schulterschluss mit den Ortspolitikern – einen tragfähigen Kompromiss erzielt.

Ein Erfolg, den sich auch Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer zurechnen darf. Sie hat in diesem Prozess bewiesen, dass sie bereit ist, von eigenen Vorstellungen abzurücken, um eine praktikable Lösung zu finden, mit der alle leben können. Ihre Ankündigung, dass zukünftig immer so verfahren werden soll, stimmt zuversichtlich. Wie ernst es ihr damit ist, kann sie demnächst in Feudenheim beweisen. Dort will die Hortinitiative im Vorfeld der Bezirksbeiratssitzung am 27. Oktober demonstrieren. Die Eltern wünschen sich ein Gespräch mit der Verwaltung. Eine Gelegenheit, hier den nächsten Schritt in Richtung Bürgernähe zu tun.

Mannheimer Morgen
22. Oktober 2010





Statt Kinderhaus-Umbau entsteht jetzt ein Hort-Neubau

22 10 2010

Morgenweb am 22. Oktober 2010

Statt Kinderhaus-Umbau entsteht jetzt ein Hort-Neubau
Wallstadt: Stadtverwaltung und Eltern einigen sich beim Thema Hortbetreuung auf die praktikabelste Lösung

 

Das Kinderhaus in der Wertheimer Straße bleibt in seiner bisherigen Form bestehen. Nach drei Sitzungen im Rahmen einer Beratungskommission mit Eltern und Kommunalpolitikern, die sich mit dem Betreuungsangebot in Wallstadt auseinandergesetzt hat, ist die Stadtverwaltung von ihrem ursprünglichen Vorschlag abgerückt, das Kinderhaus in einen Hort umzubauen. Stattdessen soll nun auf dem Schulhofgelände ein Hort-Erweiterungsbau errichtet werden. Die Baukosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro übernimmt die BBS (GBG), die Stadt zahlt für 30 Jahre Miete zu einem jährlichen Mietzins von 83 000 Euro.

“Das machen wir jetzt immer so”, ist Gabriele Warminski-Leitheußer von dem Bürgerdialog hellauf begeistert: “Die Eltern waren unheimlich konstruktiv, und es ist für alle Beteiligten ein Mehrwert herausgekommen.” Als es in der letzten Sitzung darum ging, wohin mit den prognostizierten 67 Hortkindern während der 18-monatigen Bauphase – Container kommen aus Kostengründen nicht in Frage -, zeigten sich die Eltern flexibel und meinten, dann müsse man eben improvisieren. “Die sind im Vorfeld sogar rumgelaufen und haben gefragt, wer Räumlichkeiten vermieten kann”, ist die Dezernentin vom Engagement der Elternschaft in Wallstadt schwer beeindruckt.

Grund, erleichtert zu sein, hat sie allemal, denn in ihrer Funktion als Stiftungsratsvorsitzende der Wespin-Stiftung kann sie ihrerseits einen Erfolg verbuchen. Wespin wird an der Storchenstraße bauen, allerdings nicht, wie ursprünglich geplant für die Kindergartenkinder, die aus dem Kinderhaus hätten weichen müssen, sondern zunächst für zwei Krippengruppen, die dann in einer Kindergartengruppe aufgehen sollen. Die Option für eine dritte Krippengruppe will sich die Wespin-Stiftung offen halten.

In der Bedarfsrechnung ist die zukünftige zu erwartende Geburtenrate enthalten, so dass man von einem 70-prozentigen Betreuungsbedarf im Hortbereich ausgeht und damit in dem Neubau Platz für 200 Schulkindplätze, 4 Krippengruppen, 9,5 Kindergartengruppen und 14 Tagespflegeplätze schafft. Verschiedene Varianten wurden geprüft, doch selbst gegenüber einer Lösung mit dauerhaften beziehungsweise freien Containern erwies sich der Hort-Neubau an der Schule mit 1,5 Millionen Euro als günstigste Variante. Da die Stadt das Objekt von der BBS anmietet, entfallen auch die weiteren Kosten für die Bauunterhaltung. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Räume problemlos umgenutzt werden könnten, sollte die Wallstadt-Grundschule irgendwann einmal Ganztagsschule werden.

Und eines möchte die Verwaltung gleich mit prüfen. Möglicherweise könnte in dem Neubau auch ein zukünftiger Jugendtreff integriert werden. “Das wäre eine Lösung mit Modellcharakter”, kann Gabriele Warminski-Leitheußer dieser Variante durchaus etwas abgewinnen und sieht ihre Idealvorstellungen hinsichtlich Ganztagsschulbetrieb verwirklicht: “Schule als Lebensort, das könnte man dort ausprobieren.” Voraussetzung sei allerdings, dass die Schulleitung zustimme und auch von Anwohnerseite keine Bedenken vorlägen. Der Jugendtreff bekäme dann seinen eigenen Eingang und separate Räumlichkeiten, die dem Standardraumprogramm für Jugendtreffs entsprächen. (Über Reaktionen der Elternschaft und der Kommunalpolitiker werden wir noch berichten).

Mannheimer Morgen
22. Oktober 2010






Elternabend am 13.10.2010

6 10 2010

Liebe Eltern,

beim Elternabend im Kinderhaus am Mittwoch, den 13.10.2010 von 19:00h – 21:00h stellt der Elternbeirat seinen Jahresbericht vor. Dort werden Sie auch über den aktuellen Stand in Sachen “Zukunft des Kinderhauses” informiert. Es wäre schön, wenn möglichst viele Eltern an dem Termin teilnehmen könnten.

Herzliche Grüße,

Ihr Elternbeirat








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